Belz Zentrum für Kampfkunst und Gesundheit

Das Zentrum für Kampfkunst und Gesundheit von Leonid Belz versucht tagtäglich größten Ansprüchen gerechtzuwerden. So dass die Tatsache nicht mehr abgestritten werden kann. In Limburg und Umgebung sind wir unter den Besten.

„Das Echte bleibt der Nachwelt unverloren“. Dieser Goethe-Satz könnte man uns als Leitspruch anhängen. Wir sehen uns als Bewahrer der Tradition die sich vor unseren Augen herauskristalisiert hat. Mit großer Sorgfalt und Ehrfurcht sammeln wir die Kenntnis und das Verständnis aus unserer Erfahrung.

Die Schwerpunkte an unserer Schule sind vor allem die Weitergabe der, von Gregor Eichenauer entwickelten Kampfsportart „Chidao-Escrima“ und der sogenannten Tierstile des Kung Fu, sowie natürlich Thaiboxen und traditionelles Fitnessangebot.

Wir freuen uns über die neuen und altgedienten Gesichter. Jeder ist willkommen. Egal, ob groß oder klein. Alt oder jung. Ab 6 Jahren kann man schon mit dem Ehrgeiz anfangen und bis zum tiefsten Alter gibt es genug zu entdecken. Denn hier soll jeder das „Seine“ finden können.

Thai Escrima

Thai Escrima ist eine moderne Kampfkunst, die an erster Stelle ein effektives System der Selbstverteidigung und erst dann eine erfolgreiche Form für Wettkämpfe ist.

Diese Kampfkunst ist die beste Mischung aus den verschiedenen Stilen von Kung Fu, Thai Boxen, Pencak Silat und natürlich das philippinische Kampfsystem Escrima, die verschiedene einfachste Waffenarten wie zwei Kurzstöcke, Langstock, Messer (nur für Erwachsenen) und Schwert, beinhaltet.

Thai Escrima ist für Kraft und Ausdauer, für eine qualitative Bewegung der Muskeln und Gelenke, und Elastizität der Sehnen gedacht. Außerdem ist es eine gute Methode für eine bessere Konzentration, Koordination und Feinmotorik.

Die Eltern der Kinder, die trainieren, konnten bestätigen, dass die Leistungen der Kinder in der Schule enorm gestiegen sind.

Das wichtigste bei Thai Escrima ist, dass man seinen Willen, Thai Escrima zu erlernen, durchsetzt. Erst durch eine positive Einstellung ist es möglich die eigene Kreativität und das Talent zu erkennen.

Kampfkunst kann sich erst dann Kampfkunst nennen, wenn sie Elemente von den einfachsten Waffen enthält. Nur mit Hilfe von diesen speziellen Trainingsgeräten kann man die Prinzipien eines Kampfes vollständig verstehen und gute Reaktionen und Reflexen entwickeln. Man merkte, dass Ringer im Fall von aggressiven Konfrontationen sich gegenseitig geschlagen und getreten haben. Und „Schläger“ wie z. b. Boxer, Kickboxer, Thaiboxer etc. fangen an zu ringen. Auf der Straße werden Stöcke, Messer oder andere Gegenstände verwendet. Warum kann man das alles nicht in einem fertigen System erlernen?

Ist Kampfsport für Mädchen geeignet?

Viele sind der Meinung, dass Kampfsport ein Männersport ist und sagen, dass Mädchen in so einer Sportart nichts zu suchen haben, weil es viel zu gefährlich sei. Doch ich bin der Meinung, dass Kampfsport nicht nur ein Männersport ist.

Wie ich dazu gekommen bin

Mein Name ist Valentina Belz und mein Hobby ist Thai Escrima Kickboxen. Mein Vater war schon immer ein Kampfsportfanatiker und hat mich, als ich fünf Jahre alt war, mit ins Training genommen. Der eigentliche Grund, warum mich mein Vater dazu geleitet hat, Kampfsport zu machen war, weil ich damals, als kleines Kind, sehr schüchtern war und mich nie etwas getraut habe. Und um Bewusstsein zu erlangen, dachte er sich dass er mich mal mit ins Training nimmt und guckt wie es sich entwickelt. Und es hat funktioniert. Ich gewöhnte mich schnell an die anderen Kinder und Erwachsene im Training und blühte auf. Mein Bonus war auch, dass mein Vater der Trainer war und ich dadurch wusste, dass mir nichts passiert und ich sicher bin. Ich lernte sehr schnell und nach einiger Zeit stellte mein Vater fest, dass ich ein Talent zum Thai Escrima Kickboxen habe. Mein Bewusstsein ist enorm gestiegen und ich hatte keine Angst mich zu wehren oder neue Freunde kennenzulernen. Mir hat es immer gefallen ins Training zu gehen und so entdeckte ich mein Hobby.

Trainingszeiten und Ablauf

Vor drei Jahren machte sich mein Vater selbstständig und machte sein Hobby zum Beruf. Er teilte das Training in Kindertraining und Erwachsenentraining. Zuerst trainieren die Kinder 1,5 Stunden. Danach sind die Erwachsenen dran. So können die Kinder unter sich lernen und Spaß haben und brauchen sich nicht vor den Erwachsenen zu fürchten. Außerdem wird in Anfänger- und Fortgeschrittenengruppen eingeteilt. Das Training beginnt mit einer Aufwärmung, bei Kindern meistens ein Spiel, danach die Dehnung, damit man sich während des Trainings nichts zerrt. Danach beginnt das eigentliche Training. Dies entscheidet mein Vater ganz spontan. Mal Krafttraining, mal Pratzentraining, Sparring, Ausdauertraining oder Übungen, die zur besserer Technik von z.B. Schlägen oder Tritten, notwendig sind.

Kategorien

Es gibt immer verschiedene Gründe, warum Eltern ihre Kinder zum Escrima Thai-Kickboxen schicken, oder warum Erwachsene Escrima Thai-Kickboxen lernen wollen. Oft ist es so, dass die Eltern ihre Kinder zum Training mitbringen, weil sie, wie ich damals, sehr schüchtern und zurückhaltend sind. Sie wollen, dass ihre Kinder selbstbewusster werden, sich wehren können und dabei fit bleiben. Durch das Training erlangen die Kinder durch Lob, wenn sie was richtig gemacht haben, Selbstbewusstsein und werden ehrgeizig und motiviert, wenn sie sehen, was andere Kinder schon im Training können und wollen somit auch Gas geben, um genauso gut zu sein wie die anderen. Dieses Selbstbewusstsein zeigt sich auch immer wieder im Privaten Leben der Kinder. Sie werden besser in der Schule und finden immer mehr Freunde.

Dann gibt es Kinder, die entweder aggressiv oder hyperaktiv sind. Durch das Training lernen sie Disziplin und können dort ihre ganze Energie lassen. Hyperaktive Kinder werden ruhiger und aggressive Kinder lernen Disziplin und lernen wie man in schwierigen Situationen handelt.

Auch Kinder, die zu wenig Bewegung haben und übergewichtig sind, finden den Weg zu uns. Durch das viele Bewegen verlieren sie Kalorien, bleiben gesund und haben später keine Beschwerden.

Dann gibt es viele Kinder, die einen Actionfilm gesehen haben, indem viel geboxt wurde, und  deshalb dann auch unbedingt so gut kämpfen wollen. Sie kommen dann ins Training um es zu lernen.

Bei den Erwachsenen ist es häufig so, dass sie fit bleiben wollen, etwas für ihren Körper und ihre Gesundheit tun wollen. Einige wollen so gut werden, dass sie an Wettkämpfen teilnehmen können und vielleicht so eine Karriere starten können.

Wettkämpfe

Überall in Deutschland verteilt gibt es mehrmals im Jahr einen Wettkampf. Sei es Hessenmeisterschaft, Deutsche Meisterschaft oder Europameisterschaft. Ich habe an allen Wettkämpfen teilgenommen und sie meistens gewonnen. Die Wettkämpfe finden immer in großen Städten statt, z.B. in Hamburg, München oder Ulm. Viele denken, dass die Kämpfer dort einfach drauflos boxen, ohne Rücksicht auf den Gegner zu haben, aber das stimmt nicht, denn es gibt viele Regeln. Es gibt Leichtkontakt und Vollkontakt. Im Leichtkontakt kämpfen nur Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre. Die Kategorien werden nach Körpergröße eingeteilt. Man ist komplett geschützt: Boxhandschuhe, Schienbeinschoner, Kopfschutz, Zahnschutz, Brustschutz und Tiefschutz. Eine Runde dauert 3 Minuten. Danach hat man 1 Minute Pause und kämpft eine zweite Runde. Im Kampf bei Leichtkontakt ist es so, dass die Kinder und Jugendliche nur locker kämpfen und nicht mit voller Wucht draufhauen dürfen. In der Mitte steht ein Schiedsrichter und wenn er merkt dass ein Schlag zu fest war, weist er den Kämpfer zuerst darauf hin. Beim zweiten Mal werden ihm drei Punkte abgezogen und beim dritten Mal wird er disqualifiziert. An jeder Ecke sitzt jeweils ein Schiedsrichter mit Punktezähler. Es werden nur Schläge und Tritte gewertet, die oberhalb der Gürtellinie durchgeführt werden. Rücken, Genitalien sind Tabu. Auch Ellenbogen- und Kniestöße sind im Leichtkontakt nicht erlaubt. Wenn man die Kampffläche durch einen Schlag verlässt, kriegt der Gegner drei Punkte. Fällt der Kämpfer drei Mal hin oder verlässt drei Mal die Kampffläche, gewinnt automatisch sein Gegner. Im Vollkontakt sind die Regeln ein wenig anders. Man darf erst ab 18 Jahren Vollkontakt kämpfen. Die Kategorien werden nach Körpergewicht eingeteilt. Zwar ist man genauso geschützt wie im Leichtkontakt, doch man darf hier mit aller Kraft den Gegner schlagen. Im Vollkontakt kämpft man drei Runden. Ellenbogen- und Kniestöße sind erlaubt. Ansonsten gelten dieselben Regeln wie im Leichtkontakt. Die Gewinner kriegen einen Pokal. Auch die, die einen zweiten oder dritten Platz erlangt haben, kriegen einen Pokal. Der Rest kriegt eine Teilnahmemedaille.

Eigene Erfahrung

Man ist vor allen Wettkämpfen immer sehr aufgeregt. Doch man muss versuchen ruhig zu bleiben. Viele werden vor lauter Aufregung so gestresst, dass sie sich vor dem Kampf übergeben müssen und nicht mehr an dem Kampf teilnehmen können. Es gibt auch welche, die sich vor dem Kampf in Gedanken vorstellen, wie sie den Gegner fertig machen werden und versuchen mit ihren Blicken die anderen Teilnehmer einzuschüchtern. Auch dieses Verhalten ist schlecht für die innere Ruhe. Denn wie man kennt, liegt in der Ruhe die Kraft. Ich habe gelernt einigermaßen ruhig zu bleiben, indem ich mir einen gemütlichen Platz suche, Musik höre oder mich mit meinem Team unterhalte. Wenn man aufgerufen wird, steigt verständlicherweise die Aufregung und man kriegt einen schweren Magen. Damit dieses Gefühl weggeht, springt man Seil oder auch ohne Seil. So machen es auch die Boxer und es hilft ganz gut. Wenn man dann vor dem Gegner steht, muss man sich erst vor dem Schiedsrichter verbeugen und dann vor dem Gegner. Damit zeigt man, dass man Respekt vor dem Gegner, dem Schiedsrichter und dem Kampf hat. Nach dem Gong beginnt der Kampf. Man ist vor Adrenalin so hyperaktiv, dass man die Schläge und Tritte, die von dem Gegner kommen, gar nicht merkt. Doch nach 2 Minuten lässt die Hyperaktivität nach und der Körper wird schwach. Dann zählt nur noch die eigentliche Ausdauer des Menschen. Die letzten Sekunden sind immer die Schlimmsten, weil man dann schon so außer Puste ist, dass man sich kaum noch bewegen kann. Nach dem Gong hat man eine Minute Pause. In dieser Minute berät der Trainer meistens seine Kämpfer und sagt was man besser machen könnte und welche Schwächen der Gegner hat. Danach geht’s auf zur zweiten Runde. Nach der zweiten Runde darf man seine Schutzausrüstung ausziehen und geht zum Schiedsrichter. Nachdem die Punktzähler ihre Ergebnisse wahrgenommen haben, heben sie eine Flagge. Entweder gelb oder blau. Auf der Europameisterschaft stand ich in der gelben Ecke und alle vier Schiedsrichter haben die gelbe Flagge hochgehoben. In diesem Moment ist man der Glücklichste Mensch auf der Welt. Alle Leute aus deinem Team kommen auf dich zugerannt und umarmen dich und gratulieren dir. Danach muss man sich auf das Bordest stellen. Dort werden die Pokale an die Erstplatzierten, Zweit-und Drittplatzierten überreicht und es wird ein Foto für die Zeitung geschossen. An dem Tag konnte ich mich Europameisterin nennen. Mein Vater war sehr stolz auf mich.

Meine erfolgreiche Teilnahme 

Zuletzt möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass Thai Escrima Kickboxen eine gute Hilfe für Mädchen sein kann, die sich in der Öffentlichkeit nicht wehren können. Außerdem ist es ein effektiver Bewegungssport, um fit zu bleiben, weil alle Muskeln bewegt werden. Und da man an Wettkämpfen immer komplett geschützt ist, braucht man keine Angst zu haben, dass man sich verletzt. An Wettkämpfen teilzunehmen ist auch kein Muss. Auch im Training passt der Trainer darauf auf, dass sich niemand verletzt und alles harmonisch abläuft. Und da man sicher sein kann, dass man im Training keine schlimmen Schmerzen erleiden muss, finde ich, dass es Schwachsinn ist, dass man sagt, dass Kampfsport viel zu hart für Mädchen ist. Diese Sportart hat mir nämlich auch in vielen Situationen geholfen und ich kann es nur weiterempfehlen.

Chidao Escrima

Zunächst – was heißt „Chidao-Escrima“ überhaupt? Der Begriff „Chidao“ kommt aus dem Chinesischen und bedeutet „der Weg des Mutes“. „Escrima“ ist ein spanisches Wort für „Fechten“ oder „Kämpfen“. Chidao-Escrima selbst geht zurück auf den Kampfkunstlehrer Gregor Eichenauer.

Es war in den frühen 90er Jahren, als Eichenauer seine Schüler auf ihren ersten Vollkontakt-Wettkampf vorbereiten sollte. Seine Schüler und er selbst gewannen jeden Lei Tai-Kampf dieses Wettbewerbs (Kung Fu-Vollkontakt stattfindend auf einer Plattform). Auch die weiteren Turniere, an denen die Lei Tai-Kämpfer der Kung Fu-Schule Wetzlar teilnahmen, verliefen sehr beeindruckend.

Seit dem Jahr 1996 ist Gregor Eichenauer der Lei Tai-Nationaltrainer der German Koushu Federation.

Ende 1997 verkaufte Gregor Eichenauer seine Schule und zog sich, mittlerweile auch aus gesundheitlichen Gründen, zurück. Er kaufte sich in einer ländlichen Region ein Fitness-Studio, wo er, gemeinsam mit seiner Frau, anderweitig Menschen helfen konnte.

In dem nur 110 Quadratmeter großen Kursraum seines Fitness-Studios trainierte Gregor Eichenauer mit wenigen auserwählten Schülern im engsten Kreise weiter. Zu dieser Zeit erkannte Eichenauer, dass der zusätzliche Einsatz von Macheten, Messer und Kurzstöcken, sich problemlos in die bestehenden Bewegungsformen integrieren ließen. Auch der Langstock (180 cm) kam zum Einsatz. Dies führte zu der Namensgebung von Chidao-Escrima.

2004 entschied sich Gregor Eichenauer, seine Konkurrenzfähigkeit nochmals unter Beweis zu stellen. In dem kleinen Kreise seiner Chidao-Schülerschaft fand er einen Freiwilligen der bereit war, mit Eichenauer ein 6-wöchiges Privat-Training zu absolvieren. Mit dieser kurzen Vorbereitungszeit sollte sein Schüler bei dem nächsten European Kuoshu Cup antreten. Auf im Vorfeld stattfindende Qualifikationskämpfe wurde verzichtet. Nach mehreren Kämpfen stand sein Schüler auf dem Podest auf Platz 1. Nebenbei und so zwischendurch betreute Gregor Eichenauer noch einen Leichtkontaktkämpfer eines bekannten Kollegen bis zum Finale. Ergebnis: Sieger!

Mit Wing Chun Kung Fu kam Gregor Eichenauer erstmalig 1989 in Berührung. Diese chinesische Kampfkunst hatte ihn von Anfang an fasziniert. Und auch in diesem Bereich darf man sich sicher sein, dass die Unterrichtsart und -weise von Gregor Eichenauer, auf Grund seiner sozialen Kompetenzen und seiner Authentizität, aber auch wegen seiner konsequenten Grundeinstellung, als sein Schüler mehr bekommt, als man es zu Anfangs geglaubt hätte.

Zu dem Chidao-Escrima vertritt er die Meinung: „Chidao-Escrima ist nicht besser oder schlechter als andere etablierte Kampfkunstarten; es ist einfach nur anders.“

Chidao-Ausbilder der Kung Fu-Schule Wetzlar:
Gregor Eichenauer
Christoph Angrick
Maike Börner

Offizielle Repräsentanten des Chidao-Escrima:
Leonid Belz (international)
Stephan Eichin (national)
Lea Eichenauer (Tochter von Gregor Eichenauer)
Dennis Piekorz (Neffe von Gregor Eichenauer)
Paul Fuchs